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Melike Güngor ist seit Jahresanfang Blutspendebeauftragte unseres Ortsvereins

„Für mich ist das Motivation“

Werl – Beim DRK-Ortsverein Werl hat zu Beginn des Jahres eine junge Ehrenamtliche eine verantwortungsvolle Aufgabe übernommen. Die 25-jährige Melike Güngor ist neue Blutspendebeauftragte und sie hat die Nachfolge von Michael Bäcker angetreten, der dieses Amt über mehrere Jahrzehnte hinweg ausgeübt hatte.

Auf ihre neue Rolle wurde Melike Güngor sorgfältig vorbereitet. Über einen Zeitraum von zwei Jahren wurde sie in die vielfältigen Aufgaben eingearbeitet, bevor sie die Verantwortung nun eigenständig übernommen hat. Heute liegt die gesamte Organisation der Blutspendetermine in Werl in ihren Händen.

Insgesamt 22 Termine sind es im Jahr 2026, davon zwölf in Werl, jeweils vier in Westönnen und Holtum sowie zwei in Hilbeck. Mit der neuen Aufgabe ist auch der Umfang der Arbeit deutlich gewachsen. „Es ist deutlich mehr Arbeit, als es in den vergangenen zwei Jahren beim Einarbeiten war“, berichtet sie. Gleichzeitig zeigt sie sich dankbar für die Unterstützung, die sie weiterhin erhält. Michael und Annette Bäcker stehen ihr ebenso zur Seite wie Levi Radau und die Rotkreuzleitung des Ortsvereins.

Planung startet Wochen im Voraus

Die Planung einer Blutspende beginnt bereits mehrere Wochen im Voraus. Rund vier Wochen vor dem Termin startet Melike Güngor mit den ersten Vorbereitungen. Dazu gehört insbesondere die Einteilung der Helferinnen, die sich um die Verpflegung kümmern und dafür sorgen, dass sich die Spender nach der Blutabgabe stärken können. Zwei Wochen vor dem Termin intensivieren sich die organisatorischen Abläufe. Einkäufe werden geplant und durchgeführt, Dienste koordiniert und alle Details abgestimmt.

Eine Woche vor der Blutspende steht die Planung, lediglich frische Lebensmittel werden kurzfristig besorgt. Dabei greift sie auf Erfahrungswerte aus den Vorjahren zurück. Sie vergleicht die Zahlen der einzelnen Termine, berücksichtigt Ferienzeiten und Feiertage und kann so besser einschätzen, wie viele Spender zu erwarten sind. Diese strukturierte Vorbereitung ist für sie der Schlüssel zum Erfolg. „Ich habe gelernt, dass die Planung das A und O ist“, sagt sie.

Neben ihrem Ehrenamt studiert Melike Güngor Betriebswirtschaftslehre in Dortmund und arbeitet zusätzlich in Teilzeit. An den Tagen der Blutspende ist sie vollständig im Einsatz. „Ich mag das sehr, ausgelastet zu sein, und so kommt dann auch keine Langeweile auf“, beschreibt sie ihre Motivation.

„Positives Feedback bei Spenden“

Trotz der hohen Verantwortung sieht sie ihre Aufgabe durchweg positiv. „Für mich ist das auch Motivation, mit der Verantwortung umzugehen“, sagt sie. Besonders freut sie sich über die Resonanz der Spender. Der Wechsel in der Zuständigkeit wurde sehr gut aufgenommen. „Ich habe viel positives Feedback bei den Spenden bekommen“, berichtet sie. Diese Rückmeldungen bestärken sie in ihrer Arbeit und geben ihr zusätzliche Motivation. Auch neue Ideen bringt sie in ihre Tätigkeit ein. So nimmt sie Anregungen aus dem Helferkreis auf, etwa bei der Gestaltung des Verpflegungsangebots. Unter anderem denkt sie darüber nach, künftig auch vegane Speisen anzubieten.

Der Austausch mit anderen Ortsvereinen im Kreis Soest hilft ihr dabei, neue Impulse zu gewinnen und Erfahrungen weiterzugeben. Am Freitag, 17. April, ist von 17 bis 20 Uhr Blutspende in Holtum. Ein weiterer Termin ist am 19. Mai von 16 bis 20 Uhr in Westönnen. In Werl sind die nächsten Spenden am 16., 17. und 20. Juli.  (aus Soester Anzeiger vom 17.04.2026  THOMAS NITSCHE

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