Träger des Vereins “Treffpunkt - Leben im Alter” sind die Stadt Werl, der DRK Orstverein Werl sowie die AWO Werl. Der Großteil der Veranstaltungen findet in Räumen unseres DRK-Hauses statt, die wir dafür zur Verfügung stellen. Dieses gilt auch - siehe nachfolgender Bericht aus der Tageszeitung - für die Wallbox, an der das neue E-Fahrzeug aufgeladen wird.
Werl – Leise und klimafreundlich fahren die Ehrenamtlichen des Vereins „Treffpunkt – Leben im Alter“ durch Werl, seine Ortsteile und die Region. Denn der alte Dieselbulli wurde mithilfe des Regionalbudgets der Leader-Region „Börde trifft Ruhr“ durch einen E-Bulli ersetzt. Der Kleinbus bietet acht Personen Platz, hat eine Reichweite von etwa 400 Kilometern und rund 49000 Euro gekostet. 70 Prozent der Kosten, also 33000 Euro, gab es von Leader, wie Regionalmanager Timo Jäckel berichtet.
Der Verein setzte auf E-Mobilität, um einen Beitrag zur ökologischen Nachhaltigkeit und zur Erreichung von Klimaschutz- und Klimaanpassungszielen zu leisten, sagt Vereinsvorsitzender Helmut Schmiegel bei der offiziellen Übergabe des Wagens. Die vielen Kurzstreckenfahrten erfolgten nun geräusch- und emissionsarm.
„Auftanken“ können die Ehrenamtlichen den neuen Bulli mit der neuen Wallbox am DRK-Heim mit Strom aus der inzwischen fertigen Photovoltaikanlage des Werler DRK. Die Wallbox sei teilweise von den Stadtwerken Werl gesponsert worden. Einen weiteren Teil hat die Firma Schmidt beigetragen, die nicht nur die Zu- und Ableitungen zur Wallbox installiert hat, sondern das Vorhaben auch mit einer Spende unterstützt hat. Neben den Sponsoren dankte Schmiegel auch den zehn ehrenamtlichen Fahrern.
Angebot soll ausgeweitet werden
Bürgermeister Torben Höbrink, der auch in der Funktion des stellvertretenden Vorsitzenden der Leader-Region bei der Vorstellung war, lobte die Anschaffung des E-Bullis als ein sinnvolles Projekt in einer älter werdenden Gesellschaft, das den Zeitgeist treffe.
Der „Aktiv-E-Bulli“ ist das Herzstück des Tür-zu-Tür-Fahrdienstes des Vereins. Senioren, die an den regelmäßigen Angeboten wie Sitzgymnastik, Gedächtnistraining oder freiem Malen teilnehmen möchten, aber selbst nicht mobil sind, werden abgeholt. Sowohl der „Marktbus“, als auch die regionalen Ausflugsfahrten sind ausdrücklich von allen Werlern nutzbar, auch aus den Ortsteilen, wie Vereinsgeschäftsführerin Angelika Bechheim-Kanthak betont. Mit dem Marktbus geht es dienstags und freitags ab 9.30 Uhr wahlweise zum Werler Marktplatz oder zum Penny-Parkplatz an der Soester Straße, um Einkäufe zu erledigen.
Insgesamt werde der Bus viel genutzt, erklärt Bechheim-Kanthak. Bei rund 15 Fahrten in der Woche sei der Bus in der Regel voll. Das neueste Projekt seien die Ausflugsfahrten: „Das war eine Idee unserer Fahrer, die ausgeweitet werden soll“, sagt Angelika Bechheim-Kanthak. Ein Fahrer holt die Fahrgäste von zu Hause ab, bringt sie zum Beispiel nach Bad Sassendorf zu einem gemeinsam bestimmten Ort und fährt nach zwei Stunden wieder nach Hause. Die Zeit vor Ort können die Fahrgäste selbst verplanen.
Auch für andere Vereine nutzbar
Wenn er nicht vom Treffpunkt benötigt wird, können auch andere Vereine und gemeinnützige Einrichtungen den Bulli kostenlos nutzen. Nur der „getankte“ Strom werde abgerechnet. Angenommen haben dieses Angebot bereits die „Werler Reservisten“, und auch Gemeinsam e.V. hat Interesse.
(MICHAELA DZIWISCH, Soester Anzeiger vom 07.07.2026)
