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DRK öffnet zum 112. Geburtstag die Türen

 Tag der offenenen Tür
Hendrik Hörster (22, links) und Nick Meermann (18, rechts) können die Mitarbeit beim DRK nur empfehlen.
Tag der offenen Tür
In den Schauübungen demonstrierte das DRK seine Fähigkeiten: So wurde zum Beispiel eine Patientenablage mit verschiedenen Tragen aufgebaut.

Ehrenamtler boten ein buntes Programm für die ganze Familie / Nachwuchs gesucht

Werl – 112. Unter dieser Nummer sind seit den 1970er-Jahren die Rettungsdienste im Ernstfall erreichbar. So ist es nur naheliegend, dass die Zahlen für alle Blaulicht-Organisationen eine ganz besondere Bedeutung haben. So auch für das DRK Werl, das am vergangenen Samstag am Kurfürstenring eben seinen 112. Geburtstag feierte. Das Bemerkenswerte: Erstmals seit den 1990er-Jahren fand im Rahmen des Geburtstags nun auch wieder ein Tag der offenen Tür statt. Ausgedacht hatten sich die Ehrenamtler ein buntes Programm für die ganze Familie. Neben einer Hüpfburg für die kleinsten Gäste, demonstrierte das DRK auch seine Gerätschaften und führte in diesem Zuge verschiedene Übungen über den Tag verteilt durch.

Wir wollen mit dem Tag der offenen Tür wieder mehr in das öffentliche Bewusstsein rücken.

Marcel Ackerschott Rotkreuzleiter

Für Rotkreuzleiter Marcel Ackerschott ist das die erste Veranstaltung dieser Art, seit er 2021 in das Amt gewählt wurde. Das halbe Jahr Planung sei zwar „nicht immer einfach gelaufen“, man habe aber ein gutes Team gehabt, sodass im Endeffekt alles funktioniert habe. Die Idee, diese Herausforderung nach dreißig Jahren wieder anzugehen, ist dabei nicht ohne Grund entstanden. Ackerschott: „Wir wollen mit dem Tag der offenen Tür wieder mehr in das öffentliche Bewusstsein rücken.“ Das Thema Nachwuchs sei beim DRK Ortsverein Werl sehr schwierig, so Ackerschott weiter. Gründe dafür sieht der Rotkreuzleiter einerseits in der geringeren Präsenz des DRK in der Öffentlichkeit – etwa im Gegensatz zur Feuerwehr –, aber auch an dem zeitlichen Aspekt. So fehle im Alltag häufig der Freiraum, eine Ausbildung beim DRK nebenher zu absolvieren. Diesen Problemen steht der Verein aber nicht tatenlos gegenüber. Man habe verschiedene Strategien entwickelt, führt Ackerschott aus, um den Nachwuchsmangel anzugehen. Neben der vermehrten Präsenz in der Öffentlichkeit mit Aktionen, wie dem Tag der offenen Tür, wolle man auch die Arbeit in den Sozialen Medien ausbauen. Ebenso gelte es, eine weitere Ressource zu nutzen: Im Bekanntenkreis der jüngeren Mitglieder soll verstärkt Werbung gemacht werden.

Zwei, bei denen keine Werbung mehr betrieben werden muss, sind Hendrik (22) und Nick (18). Beide sind Auszubildende zum Notfallsanitäter, für die der Beruf auch Berufung ist, sodass sie sich neben ihrer Arbeit noch beim DRK in Werl engagieren. Hendrik übernimmt dabei die Ausbildung der ehrenamtlichen Helfer. „Mir war es wichtig, mein Wissen im Ehrenamt weiterzugeben“, führt Hendrik zu seinen Beweggründen aus. Für die zwei macht gerade das Miteinander die Arbeit einzigartig. „Es ist eben das Gefühl, Menschen etwas Gutes tun zu können.“ Besonders im Gedächtnis sind ihnen die Dienste auf der Allerheiligenkirmes geblieben. Dort habe man immer zu tun und könne vielschichtig helfen. Zwar hätten sie beide im Rahmen ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit noch keine belastenden Situationen erlebt, allerdings gebe es ein starkes Netzwerk, in dem jeder auf jeden aufpasse. Auch die Führungskräfte würden sich aktiv um die mentale Gesundheit kümmern und bei Bedarf Gespräche anbieten. Zur Mitarbeit sind darüber hinaus alle eingeladen. Es gebe keine bestimmten Voraussetzungen; man sollte nur Lust haben, mitzumachen. So sei die ehrenamtliche Mitarbeit beim DRK OV Werl für beide eine klare Empfehlung wert.(Foto/Test: Soester Aneziger v. 21.09.2026 MALTE THIEDEMANN)

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